Mail und Pressemitteilung der BA Nürnberg zu den Vorschüssen

Aufgrund unserer Berichterstattung erreichte uns die folgende Mail der Pressestelle der BA Nürnberg, die wir hier gern vollständig wiedergeben möchten.

“Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Team der Erwerbsloseninitiative Leipzig,

in den letzten Tagen gibt es falsche Informationen, die im Internet bzw. in sozialen Medien gestreut werden, dass mit Einführung der neuen Software ALLEGRO in den Jobcentern keine Vorschusszahlungen mehr möglich wären.
Dies ist so nicht richtig –  und wir haben uns um eine Richtigstellung bemüht. Wenn Sie unsere Informationen auch auf Ihren Seiten veröffentlichen, freuen wir uns.

U.a. dpa-Meldung versucht ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, auch wenn nicht alles perfekt formuliert ist.

Es geht nämlich nicht um den Anspruch auf Vorschuss nach § 42 SGB I , sondern um die bisher bei A2LL gängige Praxis, ohne Darlehensvertrag einen Vorschuss auf die Leistungen zu bekommen, die eigentlich erst im Folgemonat fällig werden. Dies ist mit ALLEGRO nicht mehr möglich, es muss ein Darlehensantrag gestellt werden. Der Anspruch nach § 42 SGB I bleibt davon natürlich völlig unberührt, Vorschusszahlungen auf dieser Basis sind weiterhin möglich

————–

Vielen Dank und  beste Grüße aus Nürnberg,

 

Frauke Wille

Frauke Wille
Pressestelle/Zentrale
Pressereferentin
Tel: 0911 / 179 – 30 50
Fax: 0911 / 179 – 14 87
E-Mail: frauke.wille@arbeitsagentur.de
zentrale.presse@arbeitsagentur.de

Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg”

 

 

bdt0419 4 pl 140  dpa 2153
Arbeitsmarkt/Soziales/
In Jobcentern künftig nur noch Vorschuss auf Darlehens-Basis =
Nürnberg (dpa) – Hartz-IV-Empfänger, denen vorzeitig das Geld
ausgeht, sollen auch künftig einen Vorschuss erhalten können -
allerdings als zinsloses Darlehen. Dazu ist nun beim Jobcenter ein
formeller, aber einfacher Antrag nötig, wie eine Sprecherin der
Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch mitteilte. Darlehen hätten
zudem den Vorteil, dass sie anders als Vorschüsse in Teilen
zurückgezahlt werden könnten.
Grund der Änderung sei die Einführung einer neuen Computer-Software,
die von 18. August an ein älteres Programm ablöse, sagte die
Sprecherin. Sie widersprach damit Berichten einer Berliner
Flüchtlings- und Sozialhilfeinitiative. Diese hatte berichtet, wegen
der neuen Software gewährten die Jobcenter grundsätzlich keine
Vorschüsse mehr.
Nach Angaben der Bundesagentur soll die neue Software die Bearbeitung
der Anträge erleichtern. Vorschusszahlungen im bisherigen Sinne sehe
das neue System von 1. September an aber nicht mehr vor, da es dafür
schon bisher keine gesetzliche Regelung gegeben habe.
# dpa-Notizblock
## Orte
- [Sitz der Bundesagentur](Regensburger Straße 110, 90478 Nürnberg,
  Deutschland)

1 comment for “Mail und Pressemitteilung der BA Nürnberg zu den Vorschüssen

  1. Boss
    11. September 2014 at 15:24

    Neue Masche einen Vorschuss abzuwimmeln:
    Man behauptet einfach, dass man erst noch prüfen müsse ob überhaupt dem Grunde nach ein Anspruch besteht. Nach bisher 7 Wochen Bearbeitungszeit für einen Weiterbewilligungsantrag.

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